Ein kleiner Abschied von Twitter

Und dann wacht man auf. 

Ein kleiner Abschied von Twitter. 

Es sind nicht die zahlreichen Gedanken, die wir alle auf Twitter mit Gleich-, Ähnlich- oder Andersgesinnten teilen, die am Ende des Tages eine Hand auf Deine Schulter legen. Sie geben keinen Gutenachtkuss und kitzeln einen auch nicht wach, noch bevor der erste Sonnenstrahl dies tun kann. Sie schimpfen nicht mit Dir, wenn Du nach einer durchzechten Nacht in Deine Wohnung hinein stolperst. Sie schlafen nicht mit Dir. Es sind die Worte und Gedanken von Menschen, wohlformuliert und schön zu lesen. Aber sie ersetzen den Menschen nicht. 

Ob man durch Twitter sein Glück finden kann? Dem Treiben in meiner Timeline nach bedeutet Glück da wohl eher möglichst viel Beischlaf mit möglichst vielen Besitzern vielversprechender Avatarfotos zu haben. Das passiert natürlich meist abseits der Timeline, wird in DMs gefestigt und durch das Gegenseitige Checken der Bahnverbindungen konkretisiert. 

Ich habe selbst schon das ein oder andere Mal den Fehler gemacht, jemanden anhand seiner Tweets mehr Bedeutung in meinem Leben zu verschaffen, als es eigentlich angebracht wäre. Genau so gefiel es mir, allein anhand meiner Tweets charakterisiert zu werden. Vorstellungen, denen ich in keiner Weise gerecht werden kann und es auch gar nicht will. 

Tweets sind doch oft nur die Auslese zahlreicher Gedanken, oft sogar ohne jeglichen Bezug zur Realität. 

Im Alltag stellt man sich dann doch wesentlich größeren Herausforderungen als der Suche nach Favs oder der perfekten Wahl des Avatarfotos.  
Im Alltag fehlen sie wieder. Der Kuss, die Nähe, die Zeit, die man mit seinen und den Gedanken anderer auf Twitter verbracht hat. Zeit, die man mit dem Hier und Jetzt hätte verbringen sollen. 

Einsam ist niemand, wenn er es nicht will und Twitter ist mit Sicherheit nicht die bessere Alternative zu einem Miteinander, dass man auch spüren, hören und anfassen kann. 

Twitter hat mir im Endeffekt nie gut getan, sondern sowohl mein eigenes Selbstverständnis als auch die Wahrnehmung Anderer enorm verfälscht. 

Und so stirbt ein wenig von @gedankenklo und kehrt zurück nach Hause, dort wo es hingehört. 

Danke für alles. 

Eine schlimme Krankheit

Viele Menschen wollen glücklich leben, wollen ihren Mitmenschen Glück bereiten und am Ende ihrer Tage zurückblicken und sich sagen können “Ich habe etwas Gutes getan.”
Nicht jedem dieser Menschen widerfährt solch ein Glück. Eine Krankheit hindert sie daran, Glück zu empfinden und ihren Mitmenschen etwas Gutes zu tun. Es ist die “Rumheul-Facebook-Post-schreiben-und-mit-dem-Satz’Ich wette, 90% von Euch trauen es sich nicht, diesen Text als Status zu posten”-Krankheit, die einhergeht mit akutem Gehirnschwund und vorpubertärem Verhalten. In jüngerer Vergangenheit häufen sich die Krankheitsfälle. 

Hier nun einige Symptome, an denen man den Ausbruch der Krankheit festmachen kann. Sobald sich bei einem Freund oder einer Freundin solch ein Verhalten zeigt, ist höchste Vorsicht geboten!

————————-

»Freunde, die einem, sobald man Ihnen den Rücken zuwendet, den Dolch in die Brust stechen.« (was bei zugewandtem Rücken einer Meisterleistung gleichkommt).

————————

»Ich lösche meinen Facebookaccount!«
»Ja, und?«
»Ich lösch den wirklich!!«
»Ja, und?«
»JETZT LÖSCH ICH IHN WIRKLICH!!!«
»Ja, und?«

————————

Zwei Tage nach dem ersten gemeinschaftlichen Rumlecken, nachdem man sich mit Erdbeersekt so richtig die Kante gegeben hat:

»Oh, (NAME) iCh lIeBE DiZzzz 4evaaaa!!!!!111«

————————

Also: Gebt Acht! 

Und…ach ja: Ich Wette 90% von Euch trauen es sich nicht, das als Status zu pos….SCHEEEEEERZ…

Ich hasse Dich nicht mehr.

Vor einem Jahr habe ich Dich gehasst. Vor einem Jahr war es erst wenige Wochen her, dass ich nach Hause kam - unser Zuhause - und alles Lebenswerte mit Dir fort war.
Einen Tag lang saß ich auf der gleichen, kalten Stelle unseres Wohnzimmerfußbodens und weinte. In diesen Stunden habe ich Dich hassen gelernt, weil ich mich nicht hassen wollte. Weil ich nur so weitermachen konnte. Weitermachen mit dem Leben.
Erinnerungen. An unsere erste Begegnung, das erste Lächeln, den ersten Kuss, das erste Mal, als ich mit Dir schlief. An das erste Mal, als Du mich zum Weinen gebracht hast. An den Abend, als ich Dir tränenüberströmt einen Ring offenbarte, der Dich für die Ewigkeit halten sollte. 
Ringe halten niemanden. Liebe auch nicht.
Alles war gut. Bis zu einem irgendwann. Aber eben vor diesem irgendwann war alles gut. Halsüberkopf habe ich meine Sachen gepackt, bin zu Dir gezogen, habe jedes Risiko ignoriert und war bereit für ein Leben mit Dir. Dachte ich.Ich war nicht bereit, sonst hätte ich all die Dinge, die Dich mich hassen ließen, nie gesagt oder getan. Aber in diesen Tagen und Wochen und Monaten war alles gut. Jedes Wochenende war ein trauriger Abschied. Selbst wenn es nur ein Abschied für einige Stunden war. Weil wir, sobald mein Zug mich an den Bestimmungsort verbracht hatte, miteinander telefonierten, bis irgendeiner einschlief. Jeden verdammten Abend, an dem ich nicht bei Dir sein konnte, haben wir telefoniert. Jeden Tag. Jeden Tag haben wir uns Witze vorgelesen oder Gutenachtgeschichten ausgedacht. 
Ich hätte Dir jeden Tag zu jeder Stunde sagen können, dass ich Dich liebe, es wäre mir nicht genug gewesen.

Nun ist heute und heute ist ohne Dich.
Ich hasse Dich nicht mehr. Ich hab versucht, Dich zu vergessen, Dir völlig aus dem Weg zu gehen und habe doch jeden Deiner Tweets gelesen, jeden Tag und jede Nacht das Geschehene bedauert.Menschen ändern sich. Du hast mich geändert. Zu spät, aber Du hast es. Ich habe gelernt, dass ich Dich nicht vergessen kann. Ich sollte Dich nie vergessen, denn Du warst mal mein Atem, mein Augenlicht und jede Note meiner Lieder. Ich habe Dich verloren und wenn man so jemanden verliert, weiß man um seine Fehler. Zu spät, aber man tut es.
Ich habe Dich vom ersten Kuss an geliebt und wäre für Dich gestorben. Danke für dieses Leben. Ich wünsche Dir und den Menschen, die zeitweise zu meiner Familie wurden,alles Glück auf dieser Erde.

Das Gedankenklo geht.

In wenigen Tagen schon trete ich meine Reise auf den weit entfernten Kontinent namens Afrika an. Den Rest des Jahres verbringe ich dort. Viel weiteres gibt es darüber nicht zu berichten, denn Details über diese “Reise” lasse ich aufgrund negativer Erfahrungen in der Vergangenheit lieber aus. Plappermäuler wie ich müssen sich eben in manchen Situationen aus Sicherheitsgründen ein wenig zurückhalten.

Ich gebe zu, ich habe Fernweh. Ich liebe meine Heimat und vor allem meine Freunde. Manchmal aber kann es befreiend sein, aus den Fesseln, die die Seele halten, auszubrechen und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Das ist manchmal wie das Betätigen eines Reset-Knopfes. Fernab von all den Menschen und Gedanken, die berühren und in der Vergangenheit berührt haben, findet man hier einfacher ein neues Gleichgewicht. 

Ganz aus der Welt bin ich allerdings nicht. Im Gegenteil. Freunde und Follower wissen vielleicht: Bereits 2008 verbrachte ich drei Monate in Afrika und war kommunikativer denn je. Twitter & Facebook machten es möglich und werden ganz sicher auch dieses Mal wieder ihrer Bestimmung gerecht. Vielleicht gibt es wieder ein Videoblog, und unter Umständen lasse ich selbst meinen zwischenzeitig eingestellten “Wüstenschnee” - Podcast wiederauferstehen. 

Mit meinem baldigen Reiseantritt beginnt auch eine, wahrscheinlich mehrere Tage andauernde, Internet-Abstinenz. Kein Gestupse auf Facebook, keine Tweets über Schokolade und gebrochene Herzen. Urlaub vom Gedankenklo. Ich möchte ich mich an dieser Stelle für die stellenweise über Jahre andauernde Treue meiner Follower bedanken.

Ich zähle auf Euch. 

[Flash 9 is required to listen to audio.]

30 Mal abgespielt

Mono:Poly - Kill Me! (2011)

Einige von Euch haben vielleicht schon den einen oder anderen Song meines lange vernachlässigten Musikprojekts Mono:Poly (zusammen mit Marcus Jack Dijkgraaf) gehört (Wenn nicht, hier gibts Futter) gehört.

Es geht wieder los.


Mono:Poly wurde erst im Juni 2006 von Benjamin Luikenga (bekannt aus der Gothic-Formation Engelsblut)und Markus Jack Dijkgraaf in Neustadt in Holstein, Deutschland gegründet. 

Musikalisch hat man sich vorgenommen, alle Musikstile dieses Erdballs (und vielleicht darüber hinaus) abzudecken. Ein „Monopol“ auf die die Musik will man errichten. Diese Prämisse ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Hauptsächlich bewegt man sich wohl in angenehmen Rock-Gefilden, die sich hier und da mit ein wenig elektronischer Musik kreuzen… 

Mono:Poly ist aus einer Bierlaune heraus entstanden. Benjamin befand sich gerade in den Vorbereitungen für das nächste ENGELSBLUT-Album, als er sich dazu entschied, sich musikalisch wieder etwas von den Fesseln zu lösen, die ihm sein Hauptprojekt im Laufe der Jahre angelegt hatten. 

Nach einigen netten Unterhaltungen zu diesem Thema, stellte sich heraus, dass auch Freund, Kamerad und vielleicht auch Kupferstecher Jack Interesse an einer neuartigen musikalischen Betätigung hatte. 

Ergebnis dieser Anstrengungen ist nun die neue Formation am Himmel der rockigen Herrschaften dieser Welt. Das erste Album Grocery Store ist bereits käuflich zu erwerben. Dieses Album wurde speziell für die Fans erster Generation produziert und gilt jetzt schon als Sammlerstück, da es noch vor einer ersten Demo produziert wurde.

[Flash 9 is required to listen to audio.]

40 Mal abgespielt

It gefällt mir!

Internet-Marketing-Experten-Pest-Wichser

So langsam verliere ich die Freude daran, mich bei Google+ aufzuhalten. Das liegt nicht an Klarnamen-Debatten oder animierten GIFs, sondern vor allem daran, dass gefühlte 80% der Leute, die mich hier hinzufügen,Internetmarketing-Experten, Strategiedoktoren oder andere niedere Lebewesen sind. 

Ganz ehrlich, so fürchterlich ist es nicht mal auf Twitter. Ich verweise da auf eine wundervolle und liebenswerte Wortkotze der von mir verehrten+Olga Akinfeeva, die es mit “ICH HOFFE, IHR BRECHT EUCH ALLE BEIM WICHSEN DIE PENISSE.” auf den Punkt gebracht hat.

Diese “Marketingwichser” stehen auf einer Stufe mit Drückerkolonnen-Zuhältern, Katzenbaby-Essern und würden wahrscheinlich ihre eigene Großmutter um Geld betrügen, wenn sie von ihr nicht längst verstoßen worden wären.

Lasst mich in Ruhe, ihr hässlichen Scheißgesichter, sammelt weiter Couponhefte und kauft Euch von Eurem Hartz4 noch mehr Webdomains, in denen Ihr Euch selbst als Offenbarungen der Unternehmensstrategie preist. Ich wette, ihr behauptet immer stolz, ihr wäret selbstständige Unternehmer oder dergleichen. Eure Internetpräsenzen habt Ihr Euch womöglich noch von unseren Steuergeldern finanzieren lassen, weil ihr für Eure weltverändernde ICH-AG natürlich auf ein wenig Starthilfe angewiesen wart.

Ja, ihr seid selbstständig. Selbstständige Kotzepfützen, die einen auf Schritt und Tritt verfolgen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Leichtgläubigkeit anderer Menschen auszunutzen. Menschen ohne Talent. Die Todesser unter den Netz-Zauberern. Die fest im Profil der Schuhsohle klebende Hundescheiße, die jeden anwesenden im Netzraum die Nase rümpfen lässt.

Geht sterben.

Ich liebe Feen.
everythingcorsets:

(via Morgenstern by *pure-insomnia)
[Flash 9 is required to listen to audio.]

31 Mal abgespielt

Download

Nur für den @alleskarl !

OH.
MEIN.
GOTT.
<3

OH.

MEIN.

GOTT.

<3