Entscheidungen. Und Liebe.

Ich war 17. Das ist jetzt 11 Jahre her. Sie war etwas jünger. Die erste große Liebe. Wahrscheinlich die Letzte, bei der noch alles gut war. 

Das liegt an mir, an meinen Entscheidungen und daran, dass ich mich der Welt untergeordnet habe. Daran, dass ich mein Verhalten immer mit meiner Umgebung gerechtfertigt habe. Ich bin mit der Zeit kein besserer Mensch geworden. Nicht besser, nur anders. Eher schlechter. 

Ich bin der Entscheidungen überdrüssig, denn jede Entscheidung, die ich für mich und mein Leben traf, hat mich unglücklich gemacht. Mich und andere. 

Diese eine Liebe hatte immer einen festen Platz in meinem Herzen. Natürlich ist das einseitig. Zumindest gehe ich davon aus, dass das Gegenüber besseres zu tun hat, als sein Herz durch schöne Erinnerungen schlagen zu lassen. Im Laufe der Jahre hat man sich aus den Augen verloren, wiederentdeckt, verloren, wiederentdeckt. Nein, eigentlich ist das falsch. Ich habe sie immer wieder losgelassen. Aus Angst vor Entscheidungen. Es war schließlich die Erinnerung an diese Jugendliebe, die mir immer Hoffnung gab, dass alles gut werden kann. Was also, wenn man eine Entscheidung trifft und auch die Erinnerungen, die Hoffnungen sterben, weil es scheitert?

Ich habe vielen Menschen weh getan. In den letzten Monaten, Jahren und wahrscheinlich noch seit viel längerer Zeit. Durch dummes Verhalten. Durch Eifersucht. Durch Gleichgültigkeit. Durch Unehrlichkeit.

Ich habe dafür keine Entschuldigung, aber es tut mir leid. Ich bereue jede einzelne Situation, auch wenn ich nicht in der Lage bin, das außer in vor Kummer triefenden Liedern zu zeigen.

Ich war 17. Das ist jetzt 11 Jahre her. Sie war etwas jünger. Die erste große Liebe. Wahrscheinlich die Letzte, bei der noch alles gut war. Ich will diese 11 Jahre zurück. Um mir, aber auch Euch einen großen Gefallen zu tun.

2 Anmerkungen

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  1. von kopfkompott gepostet

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